Geschichte

History

Fussball in Leutzsch hat viel Geschichte, Vergangenheit und nicht zuletzt auch eine enorme Tradition die bis in das Jahr 1899 zurückreicht als alles mit der Gründung des ‚FC Britannia 1899 Leipzig‘ begann. Der Startschuss für eine Geschichte mit Höhen und Tiefen war gefallen.

Im Verlauf der Zeit vor und während des ersten Weltkrieges änderte man mehrmals den Vereinsnamen,so hieß man u.a.’SV TuRa Leipzig'(1938-44), oder auch nach einigen Zusammen-
schlüssen mit kleineren Vereinen ‚ZSG Industrie Leipzig'(1948-50).

Mit Beginn der Nachkriegszeit in Deutschland und dem somit verbunden Umbruch im Land, benannte man sich am 16.August 1950 in ‚BSG Chemie Leipzig‘ um. Es sollte die bis dato erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte werden.
So wurde man auf Anhieb in der Saison 1950/51 DDR Meister und sollte im Laufe der BSG Ära noch für einige gute Überraschungen sorgen. Als typischer Verein der Arbeiterklasse wurde man vom damaligen Staat weniger bis nicht beachtet, bzw. wurden bessere Fussballspieler die es nach Leutzsch verschlug „von Oben“ zu den sogenannten Sportclubs (SC’s) delegiert.

Leutzsch war stets der Underdog, der Verein des einfachen Mannes. Wohingegen der Verein aus Probstheida sich der Bürgerlichkeit und der Beliebtheit bei den Oberen ausgesetzt sah. Eine Rivalität die bis in die heutige Zeit reicht.
Als man in Leutzsch vor der Saison 1963/64 wieder einmal nur die vermeintlich schlechten Spieler zu Verfügung hatte, die übrig geblieben waren, nachdem fleißig weg delegiert wurde. Dennoch formte der damalige Trainer Alfred Kunze eine schlagkräftige Mannschaft, die zur Überraschung aller oben in der Tabelle mithielt und am Ende der Saison sogar den Meistertitel holte.

Als der „Rest von Leipig“ ging man in die Geschichtsbücher ein,die „Leutzscher Legende“ wurde
geboren.Trainer wie auch Spieler sollten auf Ewig Ruhm erlangen. Kurz darauf im Jahr 1966 gelang es der BSG Chemie noch den FDGB Pokal zu gewinnen, was der bis heute letzte größere Titel sein sollte.

Gegen Ende der DDR ging es auch in Leutzsch sportlich auf Talfahrt und man entwickelte sich zu einer Fahrstuhlmannschaft, die mehrfach um den Verbleib in der Oberliga in wilden Relegationsspielen kämpfen musste.

Mit dem erneuten Umbruch in Deutschland verbunden mit der Wende änderte man im jahr 1990 für nur wenige Tage seinen Namen in ‚FC Grün-Weiß Leipzig‘ um kurz darauf mit dem
‚FSV Böhlen‘ zum ‚FC Sachsen Leipzig 1990 e.V.‘ zu fusionieren.

Ein weiterer Turbulenter Abschnitt der Vereinsgeschichte sollte beginnen. In den unteren Ligen beheimatet spielte man in den 90ern im inzwischen nach Meistertrainer Alfred Kunze benannten ‚Alfred Kunze Sportpark‘ (vorher Georg-Schwarz Sportpark) um Punkte und schwankte dabei meist zwischen Drittklassigkeit und Oberliga hin & her.

Am Ende der Saison 1992/93 erreichte man die Qualifikationrunde zur 2.Bundesliga,an welcher der Verein aber nicht teilnehmen durfte,da der DFB die Lizenz verweigerte.
In der Saison 1994/95 scheiterte man nur knapp am Aufstieg in die 2.Bundesliga,dafür konnte man den Sachsenpokal zum dritten Mal in Folge gewinnen und sorgte somit für etwas Wirbel im DFB Pokal.
Ende der 90er Jahre kam es erstmals seit Ende der Oberliga wieder zu Aufeinandertreffen mit dem Rivalen des mittlerweile genannten VfB Leipzig (vorher 1.FC Lok Leipzig).
In packenden Liga Duellen gelangen in der Saison 1999/2000 zwei Siege gegen den VfB,die ersten Siege seit 23 Jahren! Die Freude grenzenlos.Am Ende der Saison schaffte der FC Sachsen die Qualifikation zur neuen zweigleisigen 3.Liga,dank Platz 6.

In der Saison 2000/01 spielte man gegen den Abstieg,welcher sportlich zwar verhindert wurde,jedoch forderte der DFB eine Bürgschaft von 5,9 Mio. DM,welche der Verein sowie Sponsoren nicht aufbringen konnten,ein Insolvenzverfahren wurde eingeleitet,der Zwangsabstieg in die Oberliga Nordost folgte.

In der Saison 2002/03 schaffte man nach Staffelsieg und Relegation erneut den Aufstieg zur 3.Liga.Mitte der folgenden Saison zog der FC Sachsen dann vom Alfred Kunze Sportpark in Leutzsch in das neu-umgebaute Leipziger Zentralstadion ein,allerdings stieg man erneut aus der 3.Liga ab.Nach einiger zeit Oberliga und vielen Trainerwechseln, sowie einen nicht stattgegebenen Übernahmeversuch seitens von Red Bull, schaffte man im Jahr 2008 nach einen wahnsinns Endspurt in der Liga noch glücklich die Relegation und setzte sich dort erfolgreich durch. In der Saison 2008/09 stieg man erneut sportlich aus der Regionalliga ab, zudem gab es erneute finanzielle Probleme welche zur nunmehr zweiten Insolvenz führten. Der Verein befand sich inzwischen in der durch Liga Reformen nur noch 5.Liga (Oberliga).
Zum Ende der Saison 2010/11 wurde schließlich bekannt, das der Verein nicht in der Lage ist die Insolvenz zu überleben und der Spielbetrieb nach Saisonende eingestellt,bzw. der Verein FC Sachsen Leipzig zum 30.Juni 2011 aus dem Vereinsregister gelöscht wird.

Tiefschwarze Wolken über Leutzsch und ein Meer aus Trauer, Wut und Tränen brach aus.
Es war zu Ende.

Im Sommer 2011 wurde bekannt, das die im Mai 2011 neu gegründete ‚SG Leipzig Leutzsch‘ den Nachwuchs des FCS, sowie das Spielrecht der zweiten Mannschaft übernehmen würde.

Ein Neustart in der Landesliga Sachsen (6.Liga) stand also an.
Vor der Saison 2013/14 erfolgte dann die Umbennenung in ‚SG Sachsen Leipzig‘, wodurch man sich mehr Fans und Sponsoren erhoffte.Aufgrund von erneuten finanziellen Problemen, sowie
Missmanagement im Verein gab es gegen Ende der Saison eine erneute Insolvenz, was das Aus bedeutete.

Anschließend verweigerte der Fussballverband jegliche Aufnahme des Spielbetriebes als SGSL und die Stadt kündigte den Mietvertrag mit dem Alfred Kunze Sportpark.

Notgedrungen nutzte man die sich bietende Gelegenheit im Sommer 2014 vorrübergehend als II.Mannschaft des benachbarten Vereins ‚TuS Leutzsch‘ zu spielen, in der 1.Kreisklasse (10.Liga) der Stadt Leipzig vor nur noch 70 Fans.

Aus dem Nichts stampfte man innerhalb weniger Wochen eine Mannschaft zusammen und konnten u.a. Ex-FC Sachsen Leipzig Trainer Breitkopf (Aufstieg 2008) zum mitwirken überreden.Ab Sommer 2015 wird man neugegründet als ‚LFV Sachsen Leipzig e.V.‘ am Spielbetrieb wieder teilnehmen.

Erfolge:

  • 1966 FDGB Pokalsieger
  • 1951,1964 DDR Meister
  • 1993,1994,1995,2005 Sachsenpokal

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